Inselhopping Thailand: Koh Chang, Koh Mak und Koh Kood

Die Tür des Minibusses schließt sich, ich winke noch ein letztes Mal und dann bin ich alleine. Auf der Reise eine total ungewohnte Situation. Habe ich doch die letzten 50 Tage 24/7 mit Alex verbracht. Und jetzt haben wir einfach mal 10 Tage keinen Kontakt, schließlich darf er weder sprechen, noch sonst wie mit anderen Menschen kommunizieren während seines Vipassana Meditationskurses. Auf Zeit getrennt zu sein ist kein Problem für uns, schließlich haben wir zwei Jahre eine Fernbeziehung geführt, aber gar keinen Kontakt, nicht einmal eine SMS…puh. Eine interessante Erfahrung, nicht nur für ihn.

Von Bangkok aus ist man schnell auf Koh Chang, der zweitgrößten Insel Thailands. Meine Freundin Franzi reist auch gerade durch Südostasien und so haben wir uns dazu entschlossen, ein kleinen Mädels-Inseltrip zu machen. Hier nun meine Tipps fürs Inselhopping Thailand mit den schönsten Orten und Ausflugszielen .

 

Von Bangkok nach Koh Chang

Das liebste Reisegefährt ist und bleibt der Minibus. Vom Victory Monument in Bangkok fahren sie jede Stunde zum Center Point Pier und das für gerade mal 300 Baht (7,50 €). Die Fahrt dauert etwa 5 Stunden. Die Fähre ist mit 80 Baht (2 €) verhältnismäßig günstig und schon nach 30 Minuten erreicht man das Inselparadies. Taxis stehen schon bereit, um die verschieden Strände der Reihe nach anzusteuern.

 

Koh Chang

Besonders viel gesehen haben wir von Koh Chang nicht. Schnell war uns klar, dass wir hier nicht so lange bleiben möchten. Die Insel ist traumhaft schön und bietet neben weißen Sandstränden, kristallklarem Wasser auch viele nette Bars und Restaurants. Die Touristen haben uns jedoch weniger gefallen. Schon auf der Fähre hatten man das Gefühl auf der Insel findet eine riesige „Bad Taste Party“ statt. Am Strand konnte man dann die Männer älteren Kalibers mit jungen, hübschen Thai Frauen beobachten und die vielen Russen verhielten sich so, als würde ihnen die Insel gehören… wahrscheinlich ist das inzwischen auch tatsächlich der Fall.

 

Koh Mak

Koh Mak ist von Koh Chang aus mit einem Speedboat in nur einer Stunde zu erreichen. Der Preis liegt mit 450 Baht (11,00 €) schon deutlich höher als die Überfahrt mit der Fähre, macht aber auch sehr viel mehr Spaß. Das Frühstück sollte jedoch schon etwas verdaut worden sein, bevor man die Überfahrt antritt. Wer sich den Umweg über Koh Chang sparen will, der kann auch direkt vom Festland aus ein Speedboat nehmen.

Koh Mak ist eine kleine, gemütliche Insel und fest in deutscher Hand. Nirgendwo sonst habe ich in Thailand so viele Deutsche getroffen. Man findet auf Koh Mak Unterkünfte für jedes Reisebudget: Vom Seefront Bungalow für unter 10 € über die kleine gemütliche Pension, bis hin zum Luxusresort. Die Insel lässt sich wunderbar mit einem Roller an einem Tag erkunden. Dabei haben wir die wundervolle Erfahrung gemacht, dass es in Thailand doch noch einsame Stände gibt. Dabei beschlich uns häufiger ein mulmiges Gefühl, wenn wir unter den Palmen herliefen und jederzeit damit rechnen mussten, von einer Kokosnuss erschlagen zu werden. Schließlich ereilt dieses Schicksal weltweit 150 Menschen jährlich. Kleinere vorgelagerte Inseln kann man per Kajak erreichen und Robinson Crusoe like erkunden. Eine dieser kleinen, wundervollen Inseln ist Koh Kahm . Dort war der Strand so weiß und fein, dass er an Backpulver erinnert. Unvergesslich wurde der Aufenthalt auf Koh Mak jedoch wegen unserer großartigen Unterkunft, dem Thaidaho Vista Resort Herrlich auf dem höchsten Punkt eines Hügels gelegen, blickt man an klaren Tagen bis nach Kambodscha. Die Eigentümer Kat und Allen sind sehr hilfsbereit und das Essen ist einfach nur fantastisch. Hier habe ich mich auch mit Alex wieder getroffen. Der Perfekte Ort um die Sprache wieder zu gewinnen. Lange hat es nicht gedauert *smile.

 

Koh Kood

Koh Kood ist die viertgrößte Insel Thailands und ist erst vor 10 Jahren auf der touristischen Landkarte aufgetaucht. Dieser Dornröschenschlaf hat der Insel sehr gut getan. Im Gegensatz zu Koh Mak ist es hier etwas schwieriger eine günstige Unterkunft direkt am Strand zu finden. Die pole position geht fast immer an Luxusresorts, aber schon in zweiter Reihe oder direkt an einem wunderschönen Flusslauf gibt es günstige Alternativen. Die vielen Luxusanlagen haben aber auch einen entscheidenden Vorteil: Sie sind so teuer, dass sie wahrscheinlich nur zwischen Weihnachten und Neujahr wirklich voll sind. Im November waren erstaunlich wenig Touristen dort und wir hatten die Strände für uns. Aufgrund der hügeligen Landschaft und der teilweise etwas weiteren Distanzen zwischen den kleinen Orten ist der Roller auch hier die erste Wahl, um die Insel zu erkunden. Man wird nicht müde die Küstenstraßen rauf und runter zu fahren. Etwas anders sieht es da schon aus, wenn man das Mountainbike als Fortbewegungsmittel wählt. Ziel einer jeden Tour sind neben den paradiesischen weißen Sandstränden auch die drei Wasserfälle, an deren Fuß man wunderbar schwimmen kann. Im Gegensatz zum Bad im Meer eine echte Erfrischung. Auch das Essen auf Koh Kood war großartig. In unserer Unterkunft Cozy House Koh Kood gab es jeden zweiten Tag ein großes BBQ mit frischem Fisch und Meeresfrüchten. Mr. Noi, der Betreiber der Bungalowanlage und seine niedliche Tochter haben uns jeden Wunsch von den Augen abgelesen.

 

Fazit zum Inselhopping Thailand: Die Chang Inseln bietet etwas für jeden Geschmack. Der Partylöwe fühlt sich wahrscheinlich auf Koh Chang am Lonely Beach am wohlsten – der Name ist gerade nicht Programm. Die Strandliebhaber kommen auf Koh Kood voll auf ihre Kosten. Und wer einfach mal die Seele baumeln lassen möchte, der bucht sich ein paar Tage auf Koh Mak bei Kat und Allen ein.

 

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